Zeche Hannover / Zeche Knirps – der Tip für große und für kleine Leute

Die Zeche Hannover ist einer der acht Standorte des LWL-Industriemuseums (LWL=Landschaftsverband Westfalen-Lippe) – von uns aus zu erreichen mit dem Auto in gut 5 Minuten, mit dem Rad in 20 Minuten. Das Museum liegt an der Grenze zwischen Wattenscheid und Wanne-Eickel.

Für die Großen gibt es Bergbaugeschichte mit einem Malakow – Förderturm incl. einer voll erhaltenen Dampffördermaschine von 1893 am Originalstandort und einer Grubenlüftungsanlage. In direkter Nachbarschaft in Wanne-Eickel (Hordel) gibt es eine liebevoll erhaltene „Zechenkolonie“.

Zu Beginn der Kohleförderung arbeiteten Menschen aus den umgebenden Städten in der Zeche. Dann kamen aber um 1900 zuerst polnische Zuwanderer und nach dem zweiten Weltkrieg „Gastarbeiter“ aus Italien, dann aus der Türkei, weil der Bedarf an Arbeitskräften zu groß geworden war.

In den Zechenkolonieen erhielten die Familien vom Arbeitgeber erschwinglichen Wohnraum und die Möglichkeit zur ergänzenden Selbstversorgung in den zum Zechenhäuschen gehörenden Gärten. In diesen Häusern mit großem Garten wohnen die Familien heute noch gerne und tun sehr viel für den Erhalt ihrer Häuser.

Für die Kleinen wurde die „Zeche Knirps“ gebaut. Hier treiben statt einer Dampfmaschine die Füße der kleinen Bergleute die Fördermaschine an, die geförderte Kohle besteht aus Split und Sand. Förderung und Transport erfolgt mit Loren einer „Einschienen-Hängebahn – natürlich auch mit Muskelkraft. Das alles macht im Team mit den „Fremdarbeitern“ aus den anderen Besucherfamilien besonders viel Spaß.

Wechselnde Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen runden das Angebot für Ihre Programmgestaltung ab.

Die folgenden Bilder vermitteln einen kleinen Eindruck.